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Kennst Du das??

  • Alle anderen können in der Vorwärtsbeuge ihre Zehen berühren, nur Du nicht. Seit Wochen nicht.
  • Dein Kind braucht ewig, sich den Schuh anzuziehen, will sich aber auch nicht helfen lassen.
  • Dein Partner lässt sich ausgerechnet heute Zeit mit dem Kochen, dabei hast Du doch so großen Hunger

Ist Dir mal aufgefallen, dass jedes Mal, wenn Du ungeduldig bist, es eigentlich darum geht, dass Deine Vorstellungen nicht umgesetzt werden? Du hast einen Plan im Kopf, von dem die anderen um Dich herum vielleicht gar nichts wissen. Diesen Plan möchtest Du umgesetzt haben. Wenn Du selbst grade keine Idee hast, nichts vor hast und kein Bedürfnis, was unbedingt erfüllt werden möchte, dann kannst Du warten, bist geduldig, es macht Dir nichts aus, dass alles etwas länger dauert.

 

Wie kommst Du jetzt raus aus Deinem Plan?

 

  1. Lass das Ergebnis los.

    Es ist egal, ob Du Deine Zehen berührst oder nicht. Es ist egal, ob Dein Kind die Schuhe in einer Minute anhat oder in 10. Es ist egal, ob ihr irgendwann ankommt, um spazieren gehen zu können, oder ob ihr den Weg dorthin als Spaziergang nehmt. Es ist ok, erst in einer halben Stunde zu essen. Vielleicht kannst Du bis dahin etwas Obst naschen oder einfach einen Tee kochen? Löse Dich von Deinen Vorstellungen und akzeptiere, dass andere eben andere Vorstellungen haben. Sei großzügig, Dir selbst gegenüber und anderen.

  2. Plane genügend Zeit ein.
    Oft geraten wir in Ungeduld, wenn es zeitlich eng wird. Wenn wir los müssen, um pünktlich zu sein, wenn der Bus schon zu sehen ist, die Haltestelle aber noch weit entfernt ist, wenn wir schon seit 4 Monaten im Yogakurs sind und die Zehen sind immer noch weit weg. Stehe 15 Minuten eher auf, plane extra Zeit zum Vertrödeln ein und lass Dir selbst und Deinem Körper die Zeit, die Du brauchst, um eben Deine Zehen zu erreichen.

  3. Sorge für Dich und Deine Bedürfnisse!

    Wenn ich selbst entspannt bin und es mir gut geht, dann kann ich anderen und besonders meiner kleinen Familie viel mehr zugestehen! Die anderen sind dann nicht verantwortlich dafür, meine Bedürfnisse zu erfüllen, ich hab das nämlich selbst schon getan. Gehe in Dich, was brauchst Du, um Deine Ressourcen aufzufüllen? Ein langes Bad oder eine heiße Dusche, bis das Essen fertig ist? Ein Telefonat mit einer guten Freundin? Oder Dir ist mal wieder nach einem langen Spaziergang, nur Du und vielleicht noch euer Hund, den Du Dir in den nächsten Tagen gönnst…

  4. Hab Spaß beim Warten!!

    Wenn alles mal wieder länger dauert, als Du es gerne hättest, nutze die Zeit und hab Spaß. Oben hast Du schon ein paar Idee bekommen, die heiße Dusche oder das Telefonat, während Du auf etwas wartest. Stehst Du im Stau, mach Musik an oder ein Hörbuch. Bist Du in der Yogastunde, schließe die Augen und spüre in Dich. Bemerke Deinen Wunsch, auch endlich an die Zehen zu kommen, und dann werde weich und liebevoll Dir selbst gegenüber. Spüre Deine Atmung und hab Spaß daran, etwas tiefer zu atmen als sonst. Werde weich und liebevoll, während Du auf Dein Kind wartest. Ich fange dann gerne an zu singen, für die meisten Situationen gibt es ja auch ein Lied. Kind stimmt dann gerne mit ein und auf einmal wird die Blume am Wegrand uninteressant und es geht wieder ein Stückchen weiter auf unserem Weg. ❤️